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Fernvisus (DVA)

Verwandte Begriffe

Was ist die Fernvisussehschärfe (DVA)?

Die Fernvisussehschärfe (FWS) misst, wie gut eine Person Objekte in der Ferne erkennen kann. Sie ist einer der Standardtests bei der Augenuntersuchung und dient der Beurteilung der Sehschärfe in der Ferne. Der FWS-Test ist für Menschen jeden Alters geeignet und hilft, Sehschwächen aufgrund von Fehlsichtigkeit oder Augenkrankheiten zu erkennen.

Wie wird die Sehschärfe in der Ferne gemessen?

Die Sehschärfe in der Ferne wird mithilfe einer Buchstabentafel aus einer standardisierten Entfernung gemessen. In der augenärztlichen Praxis in Großbritannien werden üblicherweise zwei Tafeltypen verwendet: die Snellen-Tafel und die LogMAR-Tafel.

Die Snellen-Tafel ist die bekannteste Sehschärfentafel. Sie wird üblicherweise in einem Abstand von 6 Metern aufgestellt. Die Ergebnisse werden als Bruch angegeben. Ein Ergebnis von 6/6 bedeutet, dass der Patient in 6 Metern Entfernung das lesen kann, was eine Person mit normaler Sehschärfe in 6 Metern Entfernung lesen kann. Ein Ergebnis von 6/12 bedeutet, dass der Patient in 6 Metern Entfernung das lesen muss, was eine Person mit normaler Sehschärfe in 12 Metern Entfernung lesen kann.

Die LogMAR-Skala, einschließlich der ETDRS-Skala, wird häufig in der klinischen Forschung und in der fachärztlichen Praxis verwendet. Die LogMAR-Bewertung basiert auf einer logarithmischen Skala und bietet daher eine höhere Präzision und Konsistenz als das Snellen-System. Ein LogMAR-Wert von 0.00 entspricht einem Snellen-Wert von 6/6.

Jedes Auge wird einzeln untersucht, sowohl mit als auch ohne Korrektur der Sehschärfe, beispielsweise durch Brille oder Kontaktlinsen. Während der Untersuchung kann eine Lochblende verwendet werden, um festzustellen, ob die verminderte Sehschärfe auf einen Brechungsfehler oder eine Augenerkrankung zurückzuführen ist.

Was bedeuten die Ergebnisse der Fernvisusprüfung?

Die Ergebnisse der Fernsehschärfenmessung geben an, welches kleinste Detail eine Person in einem standardisierten Testabstand noch scharf erkennen kann. Die Ergebnisse werden üblicherweise entweder nach dem Snellen-System oder nach der LogMAR-Skala erfasst.

Eine Sehschärfe von 6/6 auf der Snellen-Tafel gilt als normale Sehschärfe. Das bedeutet, dass die Person in 6 Metern Entfernung das sieht, was eine Person mit normaler Sehschärfe in derselben Entfernung sehen würde. Auf der LogMAR-Skala entspricht dies einem Wert von 0.00.

Bessere Ergebnisse als üblich sind möglich. Beispielsweise bedeutet eine Sehschärfe von 6/5, dass eine Person auf 6 Meter Entfernung das erkennen kann, wofür eine Person mit normaler Sehschärfe 5 Meter zurücklegen müsste. Auf der LogMAR-Skala entsprechen Werte unter 0.00 einer überdurchschnittlichen Sehschärfe.

Ergebnisse unter 6/6 deuten auf eine verminderte Fernsicht hin. Zum Beispiel:

  • 6/9 bedeutet, dass die Person 6 Meter entfernt sein muss, um das zu sehen, was eine Person mit normalem Sehvermögen in 9 Metern Entfernung sehen kann.
  • 6/12 bedeutet, dass die Person auf 6 Meter Entfernung das sieht, was eine Person mit normaler Sehschärfe auf 12 Meter Entfernung sieht.
  • 6/18 deutet auf eine deutlichere Verringerung der Sehschärfe hin.

Eine verminderte Fernsicht kann durch unkorrigierte Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Astigmatismus verursacht werden. Sie kann auch Folge von Augenerkrankungen sein, die die Hornhaut, die Linse, die Netzhaut, den Sehnerv oder andere Teile des visuellen Systems betreffen. Daher werden die Ergebnisse der Sehschärfenbestimmung im Rahmen einer umfassenden Augenuntersuchung zusammen mit allen anderen klinischen Befunden interpretiert.

Die Sehschärfe ist zwar ein wichtiges Maß für das zentrale Sehen, erfasst aber keine anderen Aspekte der Sehfunktion wie das periphere Sehen, die Kontrastempfindlichkeit, die Tiefenwahrnehmung oder das Farbsehen.

Was beeinflusst die Sehschärfe in der Ferne?

Mehrere Faktoren können die Sehschärfe in der Ferne beeinträchtigen. Diese lassen sich grob in refraktive und pathologische Ursachen unterteilen.

  • RefraktionsfehlerUnkorrigierte Fehlsichtigkeit ist eine der häufigsten Ursachen für verminderte Fernsicht. Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Astigmatismus verändern die Art und Weise, wie Licht auf der Netzhaut fokussiert wird, was zu verschwommenem Sehen in der Ferne führt. Eine durch Fehlsichtigkeit bedingte Sehverschlechterung kann mit Brillen, Kontaktlinsen oder refraktiver Chirurgie korrigiert werden.
  • AugenpathologieAugenerkrankungen, die die Hornhaut, die Linse, die Netzhaut oder den Sehnerv betreffen, können die Sehschärfe in der Ferne unabhängig von einem Brechungsfehler verringern. Beispiele hierfür sind Grauer Star (Katarakt), altersbedingte Makuladegeneration (AMD), Grüner Star (Glaukom) und diabetische Retinopathie. Diese Erkrankungen können die Sehschärfe auch bei vorhandener Korrektur der Brechkraft beeinträchtigen.

Bei der Sehprüfung hilft eine Lochblende, zwischen refraktiven und pathologischen Ursachen einer Sehverschlechterung zu unterscheiden. Eine Verbesserung des Sehvermögens durch die Lochblende deutet auf eine refraktive Ursache hin. Bleibt eine Verbesserung aus, spricht dies für eine Augenerkrankung, die weitere klinische Untersuchungen erfordert.

Fernsicht und Fahrstandards

Die Sehschärfe in der Ferne hat wichtige rechtliche Auswirkungen für das Autofahren in Großbritannien. Um eine Fahrerlaubnis der Gruppe 1 (Pkw und Motorräder) zu erhalten, müssen Fahrer die von der britischen Fahrerlaubnisbehörde (DVLA) festgelegten Mindeststandards für die Sehschärfe erfüllen.

Fahrer müssen eine Sehschärfe von mindestens 6/12 (0.30 LogMAR) beidäugig aufweisen. Korrektionslinsen wie Brillen oder Kontaktlinsen dürfen bei Bedarf getragen werden, um diesen Standard zu erreichen.

Neben der Erfüllung der Sehschärfeanforderungen müssen Fahrer in der Lage sein, ein Standard-Kfz-Kennzeichen aus einer Entfernung von 20 Metern bei guten Tageslichtverhältnissen zu lesen. Fahrer müssen außerdem die Anforderungen der DVLA (Driver and Vehicle Licensing Agency) erfüllen. Mindestanforderungen an das GesichtsfeldDie praktische Fahrprüfung bleibt ein wichtiger Bestandteil der Beurteilung der Fahrtauglichkeit.

Die DVLA (Driver and Vehicle Licensing Agency) verpflichtet Fahrer außerdem, sie über jegliche Erkrankungen zu informieren, die das Sehvermögen beider Augen beeinträchtigen oder die Fahrsicherheit gefährden könnten. Je nach Art und Schwere der Erkrankung können zusätzliche Untersuchungen erforderlich sein, um festzustellen, ob die Fahrerlaubnis erhalten werden kann.

Optometristen spielen eine wichtige Rolle dabei, Patienten zu helfen, die gesetzlichen Sehanforderungen für das Autofahren zu verstehen und zu erfüllen. Im Rahmen von Routine-Augenuntersuchungen können sie eine verminderte Sehschärfe oder andere Sehbeeinträchtigungen feststellen, Patienten über geeignete Korrekturmaßnahmen beraten und sie informieren, wenn ihre Sehschärfe unter den für sicheres und legales Fahren erforderlichen Standard fallen könnte.

Regelmäßige Augenuntersuchungen sind daher ein wichtiger Bestandteil der Erhaltung der Augengesundheit und der Fahrsicherheit, insbesondere da sich das Sehvermögen im Laufe der Zeit allmählich verändern kann.

FAQ

Die normale Sehschärfe in der Ferne wird üblicherweise mit 6/6 auf der Snellen-Skala oder 0.00 auf der LogMAR-Skala angegeben. Ein Wert von 6/6 bedeutet, dass eine Person in 6 Metern Entfernung das sieht, was eine Person mit normaler Sehschärfe in derselben Entfernung sehen würde. Manche Menschen erreichen eine überdurchschnittliche Sehschärfe, beispielsweise 6/5 oder sogar 6/4, was bedeutet, dass sie feinere Details erkennen können als der Standardwert.
Für den Erwerb eines Führerscheins der Klasse 1 (Pkw und Motorräder) ist eine Sehschärfe von mindestens 6/12 (0.5 Dezimalstellen) erforderlich, entweder mit beiden Augen zusammen oder, falls der Fahrer nur einäugig ist, mit dem einzigen Auge. Korrektionslinsen dürfen getragen werden, um diese Anforderung zu erfüllen. Fahrer müssen außerdem in der Lage sein, ein Standard-Kfz-Kennzeichen aus 20 Metern Entfernung bei guten Tageslichtverhältnissen zu lesen und die Anforderungen der DVLA (Driver and Vehicle Licensing Agency) an das Gesichtsfeld zu erfüllen. Fahrer, die diese Anforderungen nicht erfüllen, dürfen kein Fahrzeug führen und müssen die DVLA darüber informieren.
Das hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Eine verminderte Fernsicht aufgrund von Brechungsfehlern wie Kurzsichtigkeit oder Astigmatismus lässt sich oft mit Brille, Kontaktlinsen oder refraktiver Chirurgie korrigieren. Ist die verminderte Sehschärfe auf eine Augenerkrankung wie Grauer Star, Grüner Star, diabetische Retinopathie oder altersbedingte Makuladegeneration zurückzuführen, konzentriert sich die Behandlung darauf, die Grunderkrankung zu behandeln und das Sehvermögen nach Möglichkeit zu verbessern oder zu erhalten.